Urtype

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Urtype

Die Arbeit Urfaut beginnt 1999 mit dem Versuch, die Sprache der analogen Fotografie ins neue digitale Zeitalter zu übersetzen.
Die Fotografie wird bei Urfaut als alchimistisches Verfahren gesehen, betrachtet man ihre starke chemische Komponente in der analogen Form seit ihren Anfängen. Der Autor möchte ein analoges Vorgehen, mit der nötigen Permutation der Werkzeuge und Formen, im neuen Szenario des Digitalen verfolgen.

Die neueste Arbeit Urtype markiert den Anfangspunkt einer neuen digitalen Chemie und wird im SCHAUFENSTER der Galerie foto-forum präsentiert. Die Entwicklungstechniken wurden vom Autor ad hoc kreiert und ähneln sehr der analogen Fotografie, allerdings mit einem ausschließlich digitalen Träger: die symbolische alchimistische Bedeutung wird also respektiert und gleichzeitig in neue Formen gelenkt.
Urfaut bringt einen Hybrid ans Licht, in dem die unsterbliche und archetypische Seele der Fotografie steckt, in einem komplett neuen, digitalen Körper.

Urtype, wie das Wort schon sagt, möchte mehr sein als ein Prototyp, vielmehr ein “ursprünglicher Typ” einer neuen digitalen Zeit, fähig die Zukunft zu sehen und doch im Spezifischen des Mediums zu bleiben.

Es ist nicht nur eine Frage der Technik, sondern führt sich in den 22 Bildern fort, die in den urtypes eingebrannt wurden. Sie zeigen universelle archetypische Formen, die zusammen gesehen eine Art Alfabet darstellen, deren Kombinationen eine Ursprache bilden, die direkt das Unterbewusstsein anspricht. Auf diese Weise wird der Nutznießer angeregt, sie nach seinem eigenem Vergnügen zu assoziieren, mit ihnen zu spielen und dabei immer wieder neue Bedeutungen zu schaffen.