Die Stimme von Kalliope

Jetzt ist es Herbst

Bruno Capellino

MAX DAUTHENDEY (1867 – 1918) Jetzt ist es Herbst Jetzt ist es Herbst, Die Welt ward weit, Die Berge öffnen ihre Arme Und reichen dir Unendlichkeit. Kein Wunsch, kein Wuchs ist mehr im Laub, Die Bäume sehen in den Staub,…

Winteranfang

klabund

KLABUND (eigentlich Alfred Henschke, * 4. November 1890 in Crossen an der Oder; † 14. August 1928 in Davos). Alle Welt ist voll Wind. Der Herbst fallt von den Bäumen. Wir sind In Träumen.

Zwei Gedichte

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THEODOR KRAMER. Trinklied vorm Abgang Schon wird uns oft ums Herz zu eng, es läßt uns niemals ruhn; wir konnten manchmal im Gedräng nicht ganz das Rechte tun. Laßt in der Runde gehn den Wein, horcht, wie die Zeit verrinnt;…

Welttag der Poesie

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Fremde Worte Verirrte Vögel Zwischen unentzifferbaren Berge – Monviso, Argentera – Fremde Worte Aus siderischen Entfernungen – Schluchten Schlucken Schwalben Schlucken Schluchten Gabriella Mongardi Zwei Fotografien von Bruna Bonino: Monviso (oben) und Argentera (unten)

Zum 200. Geburtstag von Theodor Storm (1817-1888)

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THEODOR STORM. Ein grünes Blatt Ein Blatt aus sommerlichen Tagen, Ich nahm es so im Wandern mit, Auf daß es einst mir möge sagen, Wie laut die Nachtigall geschlagen, Wie grün der Wald, den ich durchschritt. Mondlicht Wie liegt im…

Ein Wald von Bäumen

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Achtunddreißig Jahre nach seiner Komposition wurde Baum ganz oder teilweise in mindestens elf Sprachen übersetzt; mit neun dieser Übersetzungen wird BAUM jetzt als mehrsprachiges Projekt in Margutte eingeweiht. Das Gedicht wird hier in zehn Versionen in alphabetischer Reihenfolge nach Sprache…

In die Stille gesprochen

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WALTER GREINERT. Deine Geste Sanft legt sie mir die Hand auf den Kopf, als wollte sie mich segnen, sofort bin ich begütigt. Von Sommerhitze eingetreten in den Schutz des Waldes empfange ich Gelassenheit. Die Welt will ich ihr später zeigen.…